Der
Nord-Ostsee-Kanal hat heute viele bunte, faszinierende Facetten, von
denen Kaiser Wilhelm I. bei der Eröffnung im Jahre 1895 sicher
nicht geträumt hat. Der Kanal hat seit nunmehr 111 Jahren nichts
von seiner Attraktivität für die Handels- und Sportschifffahrt
eingebüßt. Im Gegenteil - er gilt immer noch als die meist
befahrene Wasserstraße der Welt.
Eine
Fahrt durch den Kanal dauert je nach Verkehrsdichte und Schiffsgröße
heute zwischen 6,5 und 8,5 Stunden. Von Brunsbüttel aus geleiten
Lotsen die großen "Pötte" - Containerriesen und
Traumschiffe - sicher in Richtung Ostsee. Ein Muss für jeden Besucher
in Brunsbüttel: Die Besichtigung der Kanalschleusen, wo man das
Ein- und Ausfahren der Schiffe hautnah erleben kann. Lohnend ist auch
ein Besuch der kanalgeschichtlichen Ausstellung im "Atrium"
auf der Nordseite der Schleusenanlage. Wenn die luxuriösen Kreuzfahrtschiffe
den Nord-Ostsee-Kanal passieren, lässt das kaum eine "Landratte"
kalt. Wie schwimmende Paläste gleiten sie majestätisch durch
Wiesen und Weiden und lassen die "Sehleute" an Land von der
großen weiten Welt träumen. In der Badebucht "Klein-Westerland",
direkt am Nord-Ostsee-Kanal, kann man am Sandstrand relaxen. Auch ein
Campingplatz befindet sich dort.
Radwandern
am Nord-Ostsee-Kanal
Der
Kanal ist heute weit mehr als nur ein Schifffahrtsweg: Radwanderer
haben die Treidelwege an seinen Ufern für sich entdeckt, Angler
schwärmen von seinem Fischreichtum, Technik-Begeisterte können
nicht genug bekommen von Hochbrücken und Schleusen, Fähren
und Tunnel. Schmucke Dörfer, stattliche Landsitze, Herrenhäuser,
Cafés mit Kanalblick, Heuherbergen und Bauernhöfe laden
rechts und links zu Entdeckungsreisen und Einkehr ein. Überall
am Kanal laden Gaststätten und Aussichtspunkte zum Rasten und Erholen
ein, z.B. der KANALKIOSK
an der Grünentaler Hochbrücke.
(Bild
links: Radwanderwege am Nord-Ostsee-
Kanal; zum Vergrößern auf das Bild klicken)
Durch
das gesamte Binnenland Schleswig-Holsteins zieht sich der "Historische
Ochsenweg". Mehr
als 1000 Jahre kämpften sich Pilger, Händler, Soldaten und
Ochsentreiber mühsam auf dem Historischen Ochsenweg von Jütland
im Norden Dänemarks bis zur Elbe durch. Heute sind es die Radler,
die auf diesem Weg abseits viel befahrener Straßen die Schönheit
des Landes und seine wechselvolle Geschichte entdecken können.
Der erste Themen-Radfernwanderweg Schleswig-Holsteins entstand als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
in einem dreijährigen Projekt. 504 radlerfreundliche Kilometer
von Flensburg bis Wedel sind das Ergebnis, die sich zunehmender Beliebtheit
erfreuen.
Grenzübergreifend
wird der Ochsenweg in Dänemark unter seiner historischen Bezeichnung
"Hærweg" bis nach Viborg fortgesetzt. Knapp
ein Zehntel des ursprünglichen Ochsenweges ist auch heutzutage
noch in form alter Trassen erhalten. Es wurde deshalb eine Route ausgearbeitet,
die eine weitgehende Erschließung der historischen Trassen mit
den Aspekten Verkehrssicherheit, Entspannung und interessantes Informationsangebot
mit touristischer Infrastruktur verbindet. Im Nahbereich der Städte
und an einigen weiteren Punkten werden unterschiedliche Routen und Exkurse
angeboten, um möglichst umfassende Informationen zu historisch
und naturkundlich interessanten Stätten bereitzustellen.
Südlich
der Eider teilt sich der Ochsenweg in zwei Trassen. Der rund 500 Kilometer
lange Ochsenweg ist in beiden Richtungen vorbildlich ausgeschildert
und kann so problemlos befahren werden - komplett oder in Teilabschnitten.
Jährlich wiederkehrend findet Anfang Mai zur "Saisoneröffnung"
die "Ochsentour" statt, eine sternförmige Staffetten-Radtour,
die vom Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V. und seinen Partnern
organsiert wird und an der teilzunehmen jedermann herzlich eingeladen
ist. Es gibt eine spezielle Radwanderkarte für den Ochsenweg, Prospekte
und Pauschalangebote für radelnde Ochsenweg-Touristen.
Der
Fernradwanderweg auf den Spuren des historischen Ochsenweges ist eine
Initiative des Landesverbands der NaturFreunde Schleswig-Holsteins und
der RABS gGmbH, einer Beschäftigungsgesellschaft, die 1996 vom
Kirchenkreis und der Stadt Rendsburg gegründet wurde. Die ausgeschilderte
Radtour vermittelt Einblicke in die Geschichte und Natur. Der Ochsenweg
ist der älteste Fernweg Schleswig-Holsteins und war für die
kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung Schleswig-Holsteins von großer
Bedeutung. Der Fernradwanderweg beginnt in Wedel. Er teilt sich in Uetersen
in eine östliche und westliche Route, die kurz vor Rendsburg wieder
zusammengeführt wird, und dann auf dem Geestrücken über
Schleswig bis Flensburg führt. Im dänischen Jütland führt
der Weg unter der Bezeichnung «Hærvejen» weiter bis
nach Viborg. Erleben Sie den alten Landweg als Weg von Wikingern, Pilgern,
Ochsentreibern, Soldaten, Reisenden, Handwerksburschen, von Königen
bis hin zu Bettlern. Radeln Sie durch Naturschutzgebiete und Naturerlebnisräume
und genießen abseits lauter Verkehrswege die Stille der Natur
und die Schönheiten der Landschaft.
Informationen
und Quartiersbuchung: Schleswig-Holstein
Binnenland Tourismus e.V.
Stapelholmer Weg 13; 24963 Tarp
Tel: 04638/210 88 80
Fax: 04638/210 88 81
info@schleswig-holstein-binnenland.de
Liegeplätze
für Sportboote entlang des Nord-Ostsee-Kanals (in Klammern:
Kanalkilometer ab Brunsbhüttel):
Yachthafen
Brunsbüttel (1,8)
Ausweichhafen
Brunsbüttel Nord (2,7)
Liegestelle
Weiche Dükerswisch (20,7)
Liegeplatz
Gieselau-Kanalschleuse (40,5)
Obereidersee
Rendsburg/Büdelsdorf (66)
Borgstedter
See (70)
Ankermöglichkeit
Flemhuder See (85,4)
Yachthafen
Kiel Holtenau (98,5)
Bis
zu 15.000 Sportschiffe befahren den Kanal jährlich. Viele Skipper
entdecken die Vielfalt der Landschaft immer wieder neu, befahren Kanal,
Gieselau und Eider. Hier gibt es wunderschöne Eckchen, die zum
Verweilen einladen. Hier in den Binnengewässern trifft man viele
Gleichgesinnte und Freunde.
www.kanalkiosk.de
- EVENT HORIZON; Dorfstr.30;DE-25557 Beldorf; E-Mail: kiosk@kanalkiosk.de;
Tel.: +49 (178) 8750981
USt-ID gemäß § 27 a UStG: 28024WV - Finanzamt Rendsburg;
Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Olaf Francke
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