Schiffe
der Deutschen Kriegsmarine Zum
Vergrößern der Bilder auf die Thumbnails klicken
(Bilder öffnen in einem neuen Fenster)
In
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Schlachtschiffe
als kampfkräftigste Kriegsmaschinen überhaupt eindrucksvolle
Zeugnisse militärischer und wirtschaftlicher Macht von Staaten
wie Deutschland, England, Frankreich, Italien, Japan und auch den USA,
welche nach dem Ersten Weltkrieg über die modernste Kriegsflotte
der Welt verfügten. Doch bereits im Zweiten Weltkrieg zeigte sich
der Schwachpunkt auch dieser taktischen Waffe, denn die Schlachtschiffe
waren in zunehmendem Maße nur noch unzureichend gegen Angriffe
durch Flugzeuge geschützt. Durch die bahnbrechenden Entwicklungen
im Luftsektor waren die Schlachtschiffe praktisch veraltet. Die Verluste
der deutschen Schlachtschiffe Bismarck
und Tirpitz,
der britischen Schiffe Prince
of Wales und Repulse
sowie die Verluste der US-Marine in Pearl Harbor zeigten dies deutlich.
Die Versenkung der mit etwas über 70.000 Tonnen größten
und stärksten je gebauten Schlachtschiffe Yamato
und Musashi
der japanischen Marine, die eine Hauptbatterie mit neun 46 cm-Geschützen
besaßen, schien dies endgültig zu beweisen. Es zeigte sich
auch, dass Schlachtschiffe nur selten miteinander in Gefechte verwickelt
wurden - bei der Jagd auf die Bismarck, der Versenkung der Scharnhorst
durch die HMS
Duke of York, der Seeschlacht bei Punta Stilo im Mittelmeer, der
Seeschlacht um Guadalcanal und dem Gefecht in der Surigao-Straße
bei den Philippinen - und daher ein eher schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis
aufwiesen. Schlachtschiffe bewährten sich zwar als schwimmende
Artillerie bei Landungsunternehmen, diese Aufgaben konnten aber
auch durch kleinere, billigere Schiffe und in zunehmendem Maße
auch Kampfflugzeuge übernommen werden. Daher wurden die Schlachtschiffe
nach dem Zweiten Weltkrieg wegen der nunmehr wegfallenden traditionellen
Einsatzgrundlage in den meisten Marinen der Welt ausgemustert.
Die Giganten der Flotte - 1) Flugzeugträger GRAF
ZEPPELIN
Baubeginn
28.12.1936
Stapellauf
08.12.1938
Indienststellung
nicht fertiggestellt
Bauwerft
Deusche
Werke, Kiel
Länge
262,5
m ü.a. (mit Atlantikbug), 250 m Konstruktionswasserlinie
1.720
Mann,
davon 342 Mann flugtechnisches Personal
Bewaffnung
16
x 15 cm-SK in Doppellafetten
12 x 10,5 cm-Flak in Doppellafetten
22 x 3,7 cm-Flak in Doppellafetten
28 x 2,0 cm-Flak in Vierlingslafetten
43 Flugzeuge
verschiedener Typen
(20
Fi 167, 13 Ju-87D, 10 Me-109T)
Kommandanten
keine
Verbleib
25.4.45
in Stettin gesprengt worden.
1946 von den Russen geborgen und nach Swinemünde geschleppt.
Von dort mit Demontagegut 1947 nach Leningrad überführt,
dabei Minentreffer im Finnischen Meerbusen.
1948/1949 in Leningrad angeblich abgewrackt.
2006:
Entdeckung des Wracks durch eine polnische Ölbohrfirma;
Berichte dazu hier: Kiel
Canal Blog
Die
Giganten der Flotte - 2) Die Bismarck-Klasse; Schlachtschiff TIRPITZ
Technische
Daten Verdrängung: offiziell: 35.000 ts; Leer 1940: 39.539 ts;
Konstruktion 1940: 45.474 ts; Voll 1940: 49.429 ts; Maximal 1940: 50.425
ts; Maximal 1944: 53.500 ts Größe: Länge (über alles): 251 m; Länge
(Wasserlinie): 241,6 m; Breite: 36 m; Tiefgang: 9 - 10,6 m Leistung an den Wellen: maximal 163.026 PS Höchstgeschwindigkeit: 30,8 kn über 3 Schrauben; Brennstoffvorrat:
7.780 m³ maximal Reichweite: 8.879 sm bei 19 kn; 6.363 sm bei 24 kn; 4.728 sm
bei 28 kn Panzerung: Gürtelpanzer: 320 mm (maximal)
- oben auf 270 mm - unten auf 170 mm verjüngt; Außenhaut:
vorn 60 mm - achtern 80 mm; Oberdeck: 50 mm / neben den Schweren Türmen
80 mm; Zitadellpanzer: 145 mm Panzerdeck: vorn 30 mm; achtern 80 mm;
über den Munitionskammern: 100 mm; über der Rudermaschinenanlage:
100 mm; Kommandoturm: 220-350 mm; Türme der Schweren Artillerie:
130-360 mm; Barbetten: 340 mm; mittlere Artillerie: 40-100 mm; Torpedolängsschott:
45 mm; Gewicht der Panzerung insgesamt 17.450 t Bewaffnung:Schwere Artillerie:
8 x 38 cm L/52 C/34 in 4 Zwillingstürmen; Turmgewicht: 1052 t;
Rohrgewicht (m. Verschluss): 111 t; Rohrlänge: 19,63 m; Geschossgewicht
APC / HE Boden(L/4,5)+Kopfzünder(L/4,6): 800 kg; spezielle Granaten
für Küstenbeschuss Siegfried HE L/4,5: 495 kg; HE L/4,4: 510
kg; Geschosslänge APC: 167,2 cm; HE m. Bodenzünder: 171 cm;
HE m. Kopfzünder: 174,8 cm; Mündungsgeschwindigkeit Granaten
gegen Schiffsziele: 820 m/s; spezielle Granaten für Küstenbeschuss:
1050 m/s; Reichweite: bei 30° Erhöhung: 36.520 m; bei 52°
Erhöhung (Küstenbeschuss): 42.000 m, bzw. 54.900 m mit 495
kg Granate; Durchschlagsleistung (Panzergranate/APC): 0 m: 742 mm; 4572
m: 616 mm; 18 km: 419 mm; 22 km: 393 mm; 27 km: 304 mm ; Feuerrate:
2,3 - 3 Schuss/Minute; Lebensdauer: 180-210 Schuss pro Rohr; Munitionsvorrat:
108 Schuss pro Rohr; Mittelartillerie: 12 x 15 cm L/55 C/28
in 6 Zwillingstürmen; Turmgewicht (mit Entfernungsmesser): 116,25
t; Rohrgewicht: 9,08 t; Geschossgewicht (APC, HE): 45,3 kg; Geschosslänge
APC: 55.5 cm; HE m. Kopfzünder: 65.5 cm; HE m. Bodenzünder:
67.9 cm; Lebensdauer: ca. 1100 Schuss; Feuerrate: 6-8 Schuss/Min; Mündungsgeschwindigkeit:
875 Meter/Sekunde; Reichweite bei 35° (HE): 22.000 m; bei 40°
(HE): 23.000 m; Munitionsvorrat: 105-150 Schuss pro Rohr Flugabwehr: 10,5 L/65 C/33 cm (2 C/33 und
6 C/37 Doppeltürme, ab August 1941 8 Zwillingstürme); Turmgewicht:
27,055 - 27,805 t; Gewicht eines Rohrs: 4.56 t; Feuerrate: 15-18 Schuss/Minute;
Lebensdauer: ca. 2950 Schuss; Mündungsgeschwindigkeit (HE): 900
Meter/Sekunde; Reichweite: bei 45° (HE): 17.700 m; bei 85° (HE):
12.500 m; Munitionsvorrat: 400-420 Schuss pro Rohr; 16 x 3,7 cm C/30
(8 Zwillingstürme); Turmgewicht: 3,67 t; Rohrgewicht:
243 kg; Mündungsgeschwindigkeit: 1000 Meter/Sekunde; Reichweite:
bei 45° 8500 m / bei 85° 6800 m; Lebensdauer: 7500 Schuss; Munitionsvorrat:
2000 Schuss pro Rohr; Feuerrate: 30 Schuss/Minute; 2 cm FLAK MK (bis
zu 90 Rohre); 12 C/30 (später auf 10 reduziert); 18 Vierlingstürme
C/38 (72 Rohre); Sonstiges:
8 Decks-Torpedorohre 53,3 cm (Typ: G7a T1) in Vierergruppen (Herbst
1941 eingebaut); Vorrat: 24 Torpedos; 4 Wasserflugzeuge Arado Ar 196,
Start von einem Doppelkatapult Beiboote: 3 Chefboote; 4 V-Boote; 1 Motorbarkasse; 2 Kutter (Schiff);
2 Dingis; 2 Jollen Besatzung: 2.500 Mann, davon 108 Offiziere Baukosten: 191,6 Mio. Reichsmark Kommandanten
der "Tirpitz"
Kapitän zur See Karl Topp: Februar 1941 Februar 1943
Kapitän zur See Hans Meyer: Februar 1943 März 1944
Kapitän zur See Wolf Junge: März 1944 November 1944
Kapitän zur See Robert Weber: November 1944
Die
Giganten der Flotte - 3) Die Scharnhorst-Klasse; Schlachtschiff SCHARNHORST
1.
Technische Daten
- Kiellegung: 14.
Februar 1934 /Baustopp am 5. Juli 1934/erneute Kiellegung am 15. Juni
1935
- Stapellauf: 3. Oktober 1936
- Indienststellung: 7. Januar 1939
- Werft: Marinewerft Wilhelmshaven
- Hauptbewaffnung: 9 x Sk 28 cm L/54,5 - 12 x Sk 15 cm L/55 - 14 x 10,5
cm L/65 - 16 x 3,7 cm L/83 -
10 bis 38 x 2,0 cm - 6 Flugzeuge Arado 196 ab 1942, 6 Torpedorohre 53,3
in schwenkbaren
Vierlingsgruppen an Deck
- Verdrängung: offiziell/stand./max.: 26.000 t/31.552 t (1935)
-31.847 t (1943)/38.900 t
- Baukosten: 143.471.000 RM
- Besatzungsstärke: ca. 1.840 Mann
- Länge über alles/KWL - Breite - Tiefgang: 229,8 m (ab 1939:
234,9 m)/226,0 m - 30,0 m - 9,1 m
- Antriebsleistung: 160.000 WPS, 12 Wagner-Hochdruckkessel
- Geschwindigkeit: max. 31,5 Knoten
- Fahrbereich: 19 kn - 7.100 sm
2. Kommandanten
01.1939 - 10.1939: Kapitän zur See Otto Ciliax
10.1939 - 03.1942: Kapitän zur See Kurt Caesar Hoffmann
03.1942 - 10.1943: Kapitän zur See Friedrich Hüffmeier
10.1943 - 12.1943: Kapitän zur See Fritz Hintze
Die
Giganten der Flotte - 4) Die Deutschland-Klasse; Panzerschiff ADMIRAL
GRAF SPEE
Stapellauf:
30.06.1934
Indienststellung: 06.01.1936
Verbleib: selbst versenkt "La Plata" 17.12.1939
Werft: Reichsmarine Werft, Wilhelmshaven
Hauptbewaffnung: 6 x 28 cm - 8 x 15 cm - 6 x 10,5 cm
8 x 3,7 cm - 10 x 2 cm - 8 x 53,3 cm Torpedorohre - 2 Bordflugzeuge
Baukosten: 82 Millionen Reichsmark
Besatzungsstärke: ca. 1150
14100 t - 186 m lang - 21,3 m breit - max. 28,5 Knoten
www.kanalkiosk.de
- EVENT HORIZON; Dorfstr.30;DE-25557 Beldorf; E-Mail: kiosk@kanalkiosk.de;
Tel.: +49 (178) 8750981
USt-ID gemäß § 27 a UStG: 28024WV - Finanzamt Rendsburg;
Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Olaf Francke
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine
Haftung für die Inhalte externer Links.
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich
deren Betreiber verantwortlich.